top of page

Kornkäfer erkennen und Vorräte schützen

Der Kornkäfer (Sitophilus granarius) ist ein etwa 2,5–5 mm großer, nicht flugfähiger Rüsselkäfer und ein bedeutender Vorratsschädling. Er befällt ganze Getreidekörner. Ei, Larve und Puppe entwickeln sich im Korn; ein früher Befall kann deshalb bei oberflächlicher Sichtkontrolle unbemerkt bleiben. Neben Landwirtschaft, Lager- und Lebensmittelbetrieben können auch Museen mit Saatgut, Getreideexponaten oder historischen Vorräten betroffen sein. Die Artbestimmung und eine repräsentative Untersuchung der Ware sind Voraussetzung für geeignete Maßnahmen.

Woran lässt sich ein Befall erkennen?

Dunkelbraune, längliche Käfer mit auffälligem Rüssel, ausgehöhlte Körner und Austrittslöcher können auf Kornkäfer hindeuten. Für die sichere Unterscheidung von verwandten Arten ist eine fachliche Bestimmung nötig. Befallsstelle, Produkt und Funddatum dokumentieren.

Was bei einem Verdacht wichtig ist

Betroffene Partien kennzeichnen und innerbetrieblich sperren; angrenzende Vorräte, Förderwege und Reinigungsreste prüfen. Proben und Chargenangaben für die Befallsanalyse bereithalten. Eine Behandlung erst nach Bewertung von Art, Ausmaß und Verwendungszweck planen.

Prävention und Monitoring im Lager

Saubere Lager und Förderanlagen, Wareneingangskontrollen und regelmäßige Probenahmen gehören zur Vorsorge. Temperatur und Feuchte müssen produktgerecht überwacht werden. Fallenfänge und sichtbare Käfer ergänzen die Warenuntersuchung; ausbleibende Fänge schließen verdeckte Entwicklungsstadien im Korn nicht aus. Nach einer Bekämpfung sind Erfolgskontrolle und die Bewertung der Ware getrennte Aufgaben. PGS verbindet Befallsbewertung, Prävention, Monitoring und nachvollziehbare Dokumentation für Betriebe in Norddeutschland.

Fachquelle: Umweltbundesamt – Kornkäfer · Ergänzend: Wikipedia – Kornkäfer

Häufige Fragen

Sind die Larven von außen sichtbar?

Die Entwicklung findet im Korn statt. Sichtkontrollen allein können einen beginnenden Befall daher übersehen.

Nein. Die betroffene Ware und mögliche Befallsquellen müssen systematisch geprüft werden.

​

Fachquelle: AGES – Kornkäfer

bottom of page